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Unterscheidungsmerkmale

Ich versuche hier mal, die häufigsten Unterscheidungsmerkmale aufzulisten und zu typisieren.

Ziel ist eine einheitliche Typisierung, aus der klar hervorgeht, um was für ein Heftchen es sich handelt.

Gummierung

Die Gummierung ist bei Michel und Richter bestens beschrieben:

v - Inlandpapier mit mattem Gummi, für die ersten Auflagen verwendet

w - Importpapier mit glänzender Gummierung, für die letzten Auflagen verwendet

Größe der Markenheftchenblätter

Die Höhe beträgt einheitlich etwa 74 bis 77 mm.

Die Breite der ersten Auflage(n) beträgt etwa 113 bis 115 mm (meist 114 mm), spätere Auflagen haben alle eine Breite von etwa 116 bis 119 mm (meist 118 mm).

Die Heftchendeckel haben in der Regel die gleiche Größe wie der Inhalt, es kommen aber auch Heftchen vor, wo die Deckelbreite oder -höhe etwas kleiner als der Inhalt ist.

Typisierung: Erfolgt sinnvollerweise zusammen mit der des Nähfadens, siehe dort.

Nähfaden

Für die ersten Auflagen wurde weißer Faden (unter UV-Licht weißblau leuchtend) verwendet.
 

Nur bei der ersten Auflage (kleine Heftchenbreite) wurde der Unterfaden (auf der Rückseite) doppelt geführt.

Die folgende Abbildung zeigt keinen doppelten, sondern einen einfachen Faden, der wohl zu Ende war und deshalb ein kurzes Stück doppelt neben dem neuen Faden liegt.

Nur in späteren Auflagen (große Heftchenbreite) kommt auch ein etwas dunklerer Faden vor (unter UV-Licht graugelblich erscheinend, nicht leuchtend, von Richter als rötlich beschrieben), der nie doppelt verwendet wurde.

Typisierung: Es gibt also 2 Heftchengrößen und 3 Fadenvarianten, die aber nur in 4 Kombinationen vorkommen und daher zusammen typisiert werden können. Ich habe versucht, dafür Buchstaben zu verwenden, die man sich mittels kleiner Eselsbrücke (fett hervorgehoben) leicht merken kann:

d - doppelter Faden (weiß, floureszierend) und kleine Heftchenbreite (113 bis 115 mm)

e - einfacher Faden (weiß, floureszierend) und kleine Heftchenbreite (113 bis 115 mm)

f - einfacher Faden (weiß, floureszierend) und große Heftchenbreite (116 bis 119 mm)

g - einfacher Faden (UV graugelblich, nicht foureszierend) und große Heftchenbreite (116 bis 119 mm)

Die Anzahl der Nähstiche beträgt 12 bis 18 und wird unverschlüsselt am Ende der Heftchentypisierung angehängt, da sie für viele Sammler von keiner bis untergeordneter Bedeutung ist.

Zähnung der Heftchenblätter

Die Zähnung ist bei Michel und Richter bestens beschrieben:

A - allseitig durchgezähnt

B - oben nicht durchgezähnt

C - unten nicht durchgezähnt

D1 - rechts nur 1 Loch durchgezähnt

D2 - rechts nur 2 Löcher durchgezähnt

G1 - rechts nur 1 Loch und unten nicht durchgezähnt

G2 - rechts nur 2 Löcher und unten nicht durchgezähnt

H1 - rechts nur 1 Loch und oben nicht durchgezähnt

H2 - rechts nur 2 Löcher und oben nicht durchgezähnt

Falls im Markenheftchen 5 gleich gezähnte Blätter enthalten sind, wird die Zähnung nur einmal angegeben, ansonsten wird sie immer für alle 5 Blätter angegeben.

Wie auch bei den MH "Burgen und Schlösser" gibt es auch hier gelegentlich breite und spitze Ausgleichszähne. Diese werden, falls vorhanden, mit den üblichen Abkürzungen BAZ oder SAZ nach der Anzahl der Nähstiche angegeben. Die folgende Abbildung zeigt einen Ausschnitt eines HBl mit BAZ und leichtem Versatz der Zähnung am Unterrand.

Druckunterschiede der Heftchenblätter

Beliebtes Unterscheidungsmerkmal ist die Stellung von erstem l von Bachforelle zum Fisch. Folgende Varianten kommen vor:

p -  l und Flosse berühren sich nicht

q - die Flosse berührt das l, unterbricht es aber nicht

r -  die Flosse teilt das l in einen großen Teil und die Spitze des Auslaufs rechts unten

s - die Flosse überdeckt den rechten Teil des l komplett

Wenn man dann aber feststellt, dass innerhalb eines Heftchens Blätter mit verschiedenen Varianten und manchmal sogar auf einem Blatt Marken mit verschiedenen Varianten vorkommen, überlegt man sich schon, ob man so spezialisiert sammeln will oder lieber nicht.

Richter geht einen Kompromiss ein und fasst die Typen q bis r zu Typ I zusammen, während mein Typ p dort Typ II ist.

Deckelvarianten

Auf Seite 1 kommen 3 verschiedene Stellungen von weißer zu brauner Schrift vor:

a - Normalvariante, A steht unter S

b - Druckverschiebung braun nach links, A steht etwa 1 cm links vom S

c - Druckverschiebung braun nach rechts, A steht etwa 1 cm rechts vom S

Auf Seite 2 und 3 können die Wellenkämme nach oben oder nach unten zeigen:

o - Wellenkamm zeigt nach oben

u - Wellenkamm zeigt nach unten

Außerdem kommt es vor, dass der Wellendruck nicht bis zum Rand geht:

O - Wellenkamm zeigt nach oben, Druck geht nicht bis zum Rand

U - Wellenkamm zeigt nach unten, Druck geht nicht bis zum Rand

Für die Angabe der Deckelvariante werden 3 Buchstaben verwendet, die nacheinander die Typen der Seiten 1 bis 3 angeben

Beispiele für Typisierungen nach diesem Schema

MH 9 vdAr-auu13

v - Inlandpapier mit mattem Gummi
d - doppelter Faden (weiß, floureszierend) und kleine Heftchenbreite (113 bis 115 mm)
A - Heftchenblätter allseitig durchgezähnt
r - die Flosse teilt das l in einen großen Teil und die Spitze des Auslaufs rechts unten
- der Trennstrich soll lediglich das Lesen der langen Typisierung erleichtern
a - Deckeldruck Seite 1: Normalvariante, A steht unter S
u - Deckeldruck Seite 2: Wellenkamm zeigt nach unten
u - Deckeldruck Seite 3: Wellenkamm zeigt nach unten
13 - 13 Nähstiche

Nach Richter wäre das MH 9v 1.1 I, aber da wissen Sie noch nicht, ob der Faden doppelt oder einfach liegt, welche Varianten des Deckeldrucks und wie viele Nähstiche vorliegen. Wenn Sie das dann noch wortreich hinzufügen, ist die Typisierung nach Richter wieder umfangreicher als die hier vorgestellte Typisierung.

Plattenfehler

Ich vermute, wenn man lange genug sucht, wird man bei MH 9 eventuell genau so viele Plattenfehler finden wie mittlerweile bei MH 3 bekannt sind. Die im Folgenden vorgestellten Normabweichungen sind mit bloßem Auge sichtbar und kommen in meiner Sammlung auf allen Blättern eines Heftchens vor, so dass es sich um keine Druckzufälligkeiten handeln dürfte.

großer roter Punkt am Rücken, auf Feld 2 in HBl 19vA

heller Fleck unter R und 1, auf Feld 3 in HBl 19vA

  Blauer Punkt vor S und roter Punkt im 2. D von DDR, beides zusammen auf Feld 4 in HBl 19wA

roter Strich zwischen Fisch und f, Feld 1 in HBl 19wA

Pünktchen zwischen e und l, Feld 1 in HBl 19wA

Pünktchen über e, Feld 4 in HBl 19wD2


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